Der Musiksektor Made in Italy: eine weltweite Spitzenleistung, die Vergangenheit und Zukunft verbindet
Im ersten Halbjahr 2025 ist der Sektor auch dank des Streaming-Schubs gewachsen, während Vinyl seine Position weiter gefestigt hat

Dai primi vinili di inizio Novecento ai servizi di streaming dei giorni nostri: Italien hat eine große musikalische Tradition – mit Liedern und Künstlern, die die verschiedenen historischen Etappen des Landes geprägt haben. Trotz der Herausforderungen durch künstliche Intelligenz und das Web wächst die Made-in-Italy-Industrie weiter. Das erste Halbjahr 2025 war eine Phase der Verbesserung für den Sektor, der sich als drittgrößter in Europa bestätigt.
Italien, Wiege einer großen musikalischen Tradition

Die Geschichte der italienischen Musik ist von bedeutenden Meilensteinen geprägt – auch im globalen Kontext. In vergangenen Jahrhunderten entstanden in Italien Instrumente, die bis heute in Orchestern weltweit verwendet werden, wie das Klavier, das 1700 von Bartolomeo Cristofori erfunden wurde, und die Violine, die zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert in der Lombardei, zwischen Brescia und Cremona, entstand.
Gerade die Stadt Cremona wurde 2012 von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Tradition, Geschichte und Wissen: all diese Elemente prägen die Cremoneser Geigenbaukunst, die bis heute eine weltweite Exzellenz darstellt.
Als Anerkennung für die Rolle Italiens in der Musik hat die UNESCO zudem beschlossen, das Know-how von Unternehmen und Handwerksbetrieben in Bozen, Pesaro und Bologna zu würdigen. Diese drei Städte wurden 2023, 2017 bzw. 2006 zu Kreativstädten der Musik ernannt – ein Beleg für ein Können, das auf italienischen Einfallsreichtum trifft.
Von Vinyl zu Streaming – und zurück
Die italienische Musiklandschaft ist jedoch nicht in der Vergangenheit verankert geblieben, sondern hat sich weiterentwickelt. Der Bericht zum Made-in-Italy-Tonträgermarkt zeichnet sich durch eine doppelte Seele aus, die es dem Sektor ermöglicht, zwischen Zukunft und Vergangenheit zu schweben. Denn nicht nur das Streaming wächst, sondern – entgegen den Trends der letzten Jahre – auch das physische Format.
Beim Streaming beträgt das Wachstum 2025 gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 9,9 %: Der Umsatz steigt von 151,4 Mio. Euro auf 166,4 Mio. Euro. Getrieben wird dieser Anstieg vom Audio-Streaming im Abonnement, das von Januar bis Juni 2025 113,3 Mio. Euro erwirtschaftete und damit 12,7 % über den ersten sechs Monaten 2024 lag. Danach stieg das Video-Streaming von 26,8 auf 28,4 Mio. Euro (+5,9 % ggü. Jan.–Jun. 2024), während werbefinanziertes Streaming von 24 auf 24,6 Mio. Euro zulegte (+2,6 % ggü. Jan.–Jun. 2024).
Neben dem Blick nach vorn zeigt sich auch eine Rückkehr zur Vergangenheit. Denn auch der Umsatz mit physischen Tonträgern wächst – wobei Vinyl seine Rolle im Made-in-Italy-Markt weiter stärkt. Von den 33,3 Mio. Euro, die physische Formate im ersten Halbjahr 2025 erwirtschafteten (+13 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024), entfallen 21,9 Mio. auf Vinyl, das ein Wachstum von 17 % verzeichnet (ggü. Jan.–Jun. 2024).
Im ersten Halbjahr 2025 stiegen CDs von 10,6 auf 11 Mio. Euro (+4,7 % ggü. Jan.–Jun. 2024), während andere Formate um 10,7 % zulegten und 0,17 Mio. Euro erreichten (ggü. Jan.–Jun. 2024). Schließlich stiegen Musikvideos von 0,08 Mio. Euro auf 0,21 Mio. (+168,7 % ggü. Jan.–Jun. 2024).

Noten und Instrumente: von Italien in die ganze Welt
Der italienische Musiksektor wird seit jeher weltweit geschätzt und gilt als Synonym für Qualität, Poesie, Rhythmus und Stil. Grenzen überschritten haben nicht nur die Melodien, sondern auch die Instrumente selbst, die das handwerkliche Wissen von China bis Amerika getragen haben.
Zusätzliche Unterstützung für die Hersteller dieser Produkte – Hüter der Made-in-Italy-Exzellenz – bietet OpportunItaly, das Export-Beschleunigungsprogramm, das den Austausch zwischen italienischen Unternehmen und internationalen Akteuren fördert, die an hochinnovativen Technologien interessiert sind. Schließen Sie sich dem Programm an und entdecken Sie, wie Made in Italy die Innovation Ihres Unternehmens vorantreiben kann.
Quellen:
Regione Lombardia
FIMI
Britannica
Liuteria cremonese
Bologna Unesco City of Music
Comune di Pesaro
Comune di Bolzano